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800 Schülerinnen unterwegs auf dem Crescentia-PilgerwegAnlässlich des GlaubensFestes 2011 legten wir mit der ganzen Schule ein Stück auf dem Crescentia-Pilgerweg zurück, denn zu allen Zeiten haben sich Menschen wie wir aufgemacht, um „ihren“ Lebensweg zu finden. Gerade junge Menschen sind oft auf der Suche nach ihrem eigenen „Ich“, nach ihrem Platz in Gottes Plan auf Erden, denn Leben und Glauben heißt: auf dem Weg sein – auf dem Weg zu Gott. Deshalb wollten auch wir ein Stück unseres Lebensweges gemeinsam gehen und dabei ein wenig unserer bedeutenden Kaufbeurer Heiligen nachspüren. Nach einem gemeinsamen Lied stimmte uns Pater Joshy Palakunnel am Morgen auf die Wallfahrt ein. Durch den Wald führte uns die erste Wegstrecke hinauf nach Irsee zum Oggenrieder Weiher, wo wir nach einer Stunde die erste Rast einlegten. In der Irseer Klosterkirche wartete schon Generaloberin Sr. Regina Winter auf uns und drückte ihre Freude darüber aus, dass sich heute so viele Mädchen auf den Weg der heiligen Crescentia begeben haben. Warum die heilige Crescentia auch für die Jugend von heute noch interessant sein könnte, diese Frage versuchte Dr. Karl Pörnbacher, der ehemalige Leiter unseres Gymnasiums, zu beantworten. „Sie war eine besonders aufmerksame, aber auch kritische Schülerin“, so Pörnbacher, „trotzdem, oder gerade deshalb sei sie ein gutes Vorbild für die Schülerinnen der Marien-Realschule. Anna war gescheit, konnte gut singen und hatte ein erstaunlich gutes Gedächntis.“ Ihre Berufung und ihre tiefe Frömmigkeit kam bei der Präsentation des Titelsongs „Ich bin Dein“ unseres neuen Crescentia-Musicals besonders zum Ausdruck. Pater Joshy spendete noch den Pilgersegen, bevor es weiterging, hinauf zur alten Pfarrkirche von Irsee, und weiter zur Fazenda de Esperanza in Bickenried. Ein schwungvolles „Laudato si“ der Schülerinnen und ein brasilianisches Segenslied der Fazendabewohner brachte Leben in den ehemaligen Gutshof. Frisch gestärkt nach einer kurzen Pause, gab es dann noch einen großen Stau am Eingang „zur Höll“, weniger durch irgendwelche Ängste oder Gefahren, sondern vielmehr bedingt durch den Weg, der zur „Hölle“ hin immer schmäler wurde. Und schon war die Wallfahrt fast geschafft, denn beim letzten Stück vom Ölmühlhang zur Schule ging es ständig bergab und dort standen schon die Schulbusse für den Nachhauseweg bereit. „Fröhlichkeit ist dem gegeben, der Gott sucht und ihn liebt“, sagte einmal die heilige Crescentia – was könnte man sich denn mehr wünschen? Rudolf Wisbauer |

